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Ich wünsche allen ein friedliches 2026!

Ausstellung:
24.1.-28.2.26 Eröffnung:  23.1.2026
um 19 Uhr
 
„Da blüht uns was…“ Jubiläumsausstellung der GEDOKKunstforum der GEDOK Lange Reihe 75/Koppel 66, Hamburg-St. Georg
https://gedokhamburg.de/


Ausstellung:
28.2.26-28.3.26
Projekt Grafik-Musik der GEDOK Hamburg und LeipzigAltscherbitzer Kirche Koeppestraße 17
04435 Schkeuditz
https://gedok-mittehttps://gedok-mitteldeutschland.deldeutschland.de


Eröffnung: 
28.2.26
um 16 Uhr 
interaktive Vorführung aller Drucktechniken Gerten Goldbeck und Musik von Brunhild Fischer
 Vorstellung der anderen Tandems jeweils an den Sonntagen um 16 Uhr und zur Finissage am 28.3.26
15.3.26
um 11 Uhr
Tag der DruckKunst
Interaktive Vorführung aller Drucktechniken
Künstlermuseum Heikendorf-Kieler FördeTeichtor 924226 Heikendorf
https://www.kuenstlermuseumheikendorf.de
9./10. 5. 26
11 - 17 Uhr
Lithokurs
Anmeldung über das Musuem
5.-19.9.26Grafik-Musik Projekt der GEDOK
Programm folgt
Schmirgelwerk Südstr. 55d04178 Leipzig https://gedok-mitteldeutschland.de
Mitte Juni 26Titel noch unbekannt, Ausstellung einiger Mitglieder des BBKArbeitnehmerkammer Bremrehaven Barkhausenstraße 1627568 Bremerhaven


AugustBBK-JahresausstellungMarschtorzwinger BuxtehudeWestfleth21614 Buxtehude
https://www.bbk-stade-cux.de/cms/#bbk
3.-26.11.26Grafik-Musik Projekt der GEDOKProgramm folgtKunstforum der GEDOK Lange Reihe 75/Koppel 66, Hamburg-St. Georg
https://gedokhamburg.de/
Alles Weitere hier auf meiner Homepage, sicher werde ich die ein oder andere Ausstellung noch mit einer Vorführung begleiten.
Auch Besuch in Hamburg oder Pedingworth ist immer willkommen.
Weitere Kurse, Vorträge etc. auf Anfrage – ich freue mich!                                                                                                    





Zum Nachdenken:
Eine Bitte um Besonnenheit


Immer wieder lese und höre ich von Boykottaufrufen bzw. Störungen von Veranstaltungen mit jüdisch gelesenen Menschen. Seit der letzten Documenta werden antisemitische Ressentiments in der Kunstszene und in der Akademia ganz unverblümt ausgelebt. Der 7. Oktober 2023 hat das noch verschlimmert.

Neben den bekannten Absagen und Störungen von Ausstellungen und Veranstaltungen gibt es diese vielen unterschwelligen Aktionen. Da gibt es Gruppen von Berufsverbänden, die nach dem 7. Oktober jüdisch gelesenen Mitglieder jede Mitarbeit verweigern oder ihre Newsletter nicht mehr verbreiten. Es werden sterotype Gerüchte von Geldunterschlagung verbreitet, was stark an die Mechanismen vor 100 Jahren erinnert. Jüdisch gelesene Künstler*innen bekommen keine Stipendien mehr oder werden bei anderen Ausschreibungen nicht berücksichtigt. Dokumentiert werden solche Fälle - zum Glück - vom Institut für neue soziale Plastik https://www.neue-soziale-plastik.de/

Dabei sollte doch gerade von kreativen Menschen, von akademisch arbeitenden Menschen erwartet werden können, dass sie nicht populistischem Geschrei folgen, sondern sich rational bzw. besonnen mit schwierigen Themen auseinandersetzen können.

Es ist ein Grauen, was in Gaza passiert und es gibt viele, sehr viele Menschen, die die Politik der rechtsgerichteten Regierung in Israel ablehen. Diese Stimmen werden nicht mehr gehört, wenn Verlage, Galerien und Hochschulveranstaltungen boykottiert werden. Man stelle sich bitte nur einmal folgendes Gedankenspiel vor: alle Veranstaltungen mit Menschen, die aus dem Iran kommen, werden gestört und abgesagt, weil im Iran ein Terrorregime herrscht, das Menschenrechte im allgemeinen und Frauenrechte im besonderen mit Füßen tritt. Alle Veranstaltungen an Universitäten von Personen mit Verbindungen zum Iran werden gestört und verhindert. Alle Ausstellungen, Theaterstücke und Bücher werden boykottiert, lautstark von Protest begleitet oder abgesagt. Und das alles, weil alle Menschen mit iranischem Pass, Wurzeln oder Verbundenheit unter den Generalverdacht gestellt werden, das Regime in Teheran zu unterstützen. Was würde passieren? Es ginge ein Aufschrei durch die Kulturszene.
Es würde - zu recht - beklagt, dass die Meinungs- und die Kunstfreiheit bedroht seien und die Menschen, die sich gegen das Regime stemmen, keine Stimme hätten.Warum gilt das für jüdisch gelesene Menschen nicht?

Die aktuelle Lage ist sicher nicht mit einfachen populistischen Mitteln zu beschreiben, geschweige denn, dass sich einfache Lösungen finden. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, einen besonnenen und angemessenen Diskurs zu führen, der auch einen Blick auf die Geschichte wirft.
Die jüdische Zeitrechnung befindet sich aktuell im Jahr 5785. Das Christentum wird bald 2025 Jahre alt und der Islam wurde vor rund 1300 Jahren gegründet.
Auf dem Gebiet, das bis 1948 meist nur Palästina hieß, leben also jüdische Menschen bereits seit über 4000 Jahren!
Jesus wurde von den Römern ermordet und nicht von Juden. Nicht die Juden, sondern die Römer befahlen die Christenverfolgung. Muslimische Menschen kamen erst mit den Eroberungszügen Mitte des 7. Jahrhunderts als Besatzer nach Palästina.
Später war es das Osmanische Reich, das sich das Gebiet Palästina einverleibte. Jüdische Menschen lebten während der gesamten Zeit neben und mit christlichen und später muslimischen Menschen. Nach dem ersten Weltkrieg wurde das Gebiet Opfer der Kolonialmächte, die aufteilten, was sie aufteilen wollten. Immerhin gab es 1919 ein Abkommen zur Gründung eines jüdisch-arabischen Staates. Es hat sich leider anders entwickelt, auch mit Hilfe deutscher Nationalsozialisten, die bereits seit 1923 die Hatz gegen Juden durch arabische Menschen in Palästina finanzierten.
Dies detailiert auszuführen, führt hier zu weit. Aber vielleicht hält ja die ein oder andere Person mal inne und beschäftigt sich mit dem komplizierten Geflecht, bevor sie zu Geschrei und Boykott als Mittel der Auseinandersetzung greift.
Liebe Kunst- und Kulturschaffende und Menschen an den Akademien, Ihr seid doch diejenigen, die Demokratie, Pluralisums, Meinungsfreiheit und angemessene Diskurse führen und einfordern und nicht verhindern solltet!
Deshalb bitte ich um etwas mehr Besonnenheit.
Gerten


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